Was kostet mich eine Meerschweinchen-Kastration?

Regelmäßig liest man in Facebook-Gruppen von Neuhaltern die Frage, was für ein Preis für eine Böckchen-Kastration des Meerschweinchens angemessen sei. Daraufhin melden sich meistens einige Halter die von 35€ bis ca. 100€ alle möglichen Summen nennen, die sie für ihr Tier zahlen mussten. Einige berichten auch, sie hätten mehrere Tierärzte angerufen und erhebliche Preisunterschiede feststellen können. Wenn man dann darauf hinweist, dass es viel wichtiger wäre, auf die Qualifikation des Tierarztes (bildet er sich im Heimtierbereich fort?), die Narkosetechnik und die Narkoseüberwachung zu achten, machen viele Halter große Augen. Gleichzeitig liest man aber leider immer noch regelmäßig von Meerschweinchen, die bei Standardeingriffen wie z.B. Kastrationen versterben. 
Natürlich ist eine Kastration teurer, wenn der Tierarzt sich ständig fortbildet und dafür jährlich tausende Euros auf Fortbildungen und für Fachliteratur ausgibt um Dein Meerschweinchen möglichst sicher in Narkose zu legen, natürlich kostet es mehr, wenn Tiermedizinische Fachangestellte daneben stehen und die Narkose überwachen. Es kostet auch erheblich viel mehr, das ganze Equipment anzuschaffen, damit die Meerschweinchen in Narkose optimal überwacht werden können (Puls, Atmung, Temperatur) so dass man bei Auffälligkeiten schnell reagieren kann. Und zuletzt kostet es erheblich mehr Zeit, wenn die Meerschweinchen hochwertig medizinisch behandelt werden. Zum Beispiel sollten Meerschweinchen während des Aufwachens medizinisch eng betreut und überwacht werden! Zu dieser Zeit besteht das höchste Narkoserisiko. Natürlich kann der Tierarzt mit einem billigen Narkosemittel das Tier in Narkose legen, alleine mal schnell auf schnippeln und wieder zu nähen, das Tier halb in Narkose noch dem Halter in die Hand drücken. Da er so sehr viel weniger Aufwand und Kosten hat, kostet die Kastration dann auch nur wenig. Vielleicht überlebt Dein Meerschweinchen sogar – vielleicht aber auch nicht. Der Tierarzt verdient bei so einem Vorgehen oft sogar mehr, als wenn er das Tier zeitintensiv auf dem aktuellen Stand der Technik in Narkose legt und eng betreut. Das Narkoserisiko beim Meerschweinchen lässt sich durch eine hochwertige Arbeitsweise, Vorbereitung zur Narkose, ein durchdachtes Narkose-Management und das Fachwissen des Tierarztes erheblich reduzieren, so dass die Narkose recht sicher wird. Dafür muss der Halter dann aber auch bereit sein, den Mehraufwand und die Kosten zu tragen. Und ich denke die meisten Halter zahlen lieber 20€ mehr und legen ihr Tier beruhigt in Narkose und nehmen es wieder fit mit nach Hause. Deshalb sollte nächstes mal die Frage nach der Vorgehensweise, der Narkoseüberwachung, Narkosetechnik und der Qualifikation des Tierarztes im Vordergrund stehen – und nicht der Preis. Viele Tierärzte würden sehr gerne hochwertige Meerschweinchen-Medizin anbieten, wenn jedoch die Nachfrage nach Dumping-Behandlungen größer ist, als nach der Qualität, dann haben sie dazu kaum die Möglichkeit. Das können wir als Halter ändern.
Unsere Empfehlung: Fahrt lieber etwas weiter und sucht einen echten Heimtierspezialisten auf. 95% der Tierärzte kennen sich nicht mit Meerschweinchen aus, da diese im Grundstudium kaum thematisiert werden.

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Wie alt werden Meerschweinchen im Durchschnitt?

Meerschweinchen-Alter

Wie alt wird mein Meerschweinchen eigentlich? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, aber man kann davon ausgehen, dass Meerschweinchen in der Regel zwischen sechs und acht Jahre alt werden. Die Lebenserwartung ist durch viele Vermehrungen in den letzten Jahren gesunken, früher wurden Meerschweinchen eher sechs bis zehn Jahre alt.

Das älteste Meerschweinchen der Welt hieß Snowball und hat ein Alter von 14 Jahren und 10 Monaten erreicht. Es schaffte es damit ins Guinness Buch der Rekorde.

Unser ältestes Meerschweinchen ist über 11 Jahre alt geworden.

Wie alt sie im Einzelfall wirklich werden, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab:

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Wie kann ich mich vor Zecken schützen?

Sommerzeit ist heutzutage Zeckenzeit. Die Zecke ist ein weit verbreiteter Parasit aus der Familie der Spinnentiere, der sich vom Blut seines Wirts – egal ob Mensch oder Tier – ernährt. Dabei können Krankheitserreger auf den Menschen oder das Tier übertragen werden. Vorsorge ist daher sehr wichtig! Insbesondere, wenn man sich viel auf Wiesen oder an Büschen aufhält.

Zecken KaninchenAb ca. 8 Grad werden Zecken aktiv und krabbeln aus dem Boden. Sie lieben feuchtes und warmes Wetter und lauern im Laub, Gebüsch und auf Grashalmen auf ihr nächstes Opfer. Haben sie erstmal die geeignete Stelle gefunden und zugebissen, können sie ihren Wirt bis zu 15 Tage anzapfen. Nachdem sie sich durch einen Stich vollgesogen hat, kann die Zecke sehr lange überleben. Unter Testbedingungen im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung auskommen. In freier Natur lebt eine Zecke im Durchschnitt drei bis fünf Jahre.

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